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ISBN: 978-3-85371-556-7. Kategorie: Politik und Ökonomie.Hofbauer, Hannes: Aller Rechte beraubt.
Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat
Promedia 2026. 224 S. 14,8 x 21. brosch.
Print: € 22,00. ISBN: 978-3-85371-556-7.
E-Book: € 17,99. ISBN: 978-3-85371-938-1.
Seit einigen Jahren greift die Europäische Union zu einem Instrument, das die Fundamente des Rechtsstaats infrage stellt: Sanktionen gegen Personen und Organisationen, verhängt ohne Gerichtsverfahren, Anhörung oder Verteidigung. Tausende Menschen landen auf schwarzen Listen, ihre Vermögen werden eingezogen und ihre Bewegungsfreiheit beschränkt.
Hannes Hofbauer untersucht die politischen, juristischen und historischen Dimensionen dieser Entwicklung. Er zeigt, wie sich die EU-Behörden seit 2014 – als Mittel im Kampf gegen Moskau – Kompetenzen angeeignet haben, die sie zum Ankläger und Richter in Personalunion machen. Solange sich die Sanktionen gegen russische und ukrainische Staatsbürger richten, mag deren schiere Existenz nicht bedroht sein. Seit 2022 und verstärkt seit dem 20. Mai 2025 werden jedoch auch EU-Bürger sanktioniert und damit all ihrer Rechte beraubt. Selbst die Hilfeleistung durch Angehörige oder Freunde steht unter Strafe.
Die neue Sanktionspolitik erinnert an vormoderne Strafregime. Der Autor geht deshalb zurück in die Geschichte und erinnert an Repressionsmaßnahmen wie die mittelalterliche Verbannung oder die Reichsacht, der z. B. Martin Luther ausgesetzt war. Im 19. Jahrhundert kam die Ausbürgerung als Strafe in Mode; sie erreichte im Nationalsozialismus ihren Höhepunkt. Heutige Terror- und Sanktionslisten fanden erst im 21. Jahrhundert massenhafte Verwendung durch die USA, die UNO und die EU.
Anhand konkreter Fälle – darunter drei Deutsche, die auf EU-Listen gelandet sind – zeigt Hofbauer, wie schnell politische Abweichung zur materiellen Vernichtung und zum gesellschaftlichen Ausschluss führen kann.
„Aller Rechte beraubt“ ist eine präzise Analyse einer stillen Machtverschiebung: von der Gewaltenteilung zum Ausnahmezustand.
Der Autor
Hannes Hofbauer, geboren 1955 in Wien, Studium der Wirtschafts- und Sozialgeschichte; Publizist und Verleger. Von ihm erschienen u. a.: „Verordnete Wahrheit, bestrafte Gesinnung. Rechtsprechung als politisches Instrument“, „Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung“ und „Im Wirtschaftskrieg. Die Sanktionspolitik des Westens und ihre Folgen. Das Beispiel Russland“.
22,00 € / 17,99 €
Hofbauer, Hannes: Aller Rechte beraubt.
Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat
Promedia 2026. 224 S. 14,8 x 21. brosch.
Kenntnisreich stellt Hofbauer diese reaktionäre Politik in die europäische Geschichte der Rechtlosmachung von Personen.
Erhard Crome, Hintergrund, Mai 2026
Hofbauer, der Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Wien studierte, sieht Merkmale eines Unrechtregimes mit annullierter Gewaltenteilung. Die von ihm verhängten Maßnahmen seien nachgerade ein „selektives Kriegsrecht“. Zugleich sei die mangelnde Empörung in der Zivilgesellschaft auffällig. Gleichwohl hat Hofbauer auch eine gute Nachricht: wer mit solcher Willkür um sich schlage wie die EU, lasse erkennen, daß er sich seiner Macht nicht mehr sicher sei.
https://zuerst.de/2026/04/28/buchautor-hannes-hofbauer-eu-sanktionen-zerstoeren-den-rechtsstaat/
Zuerst!, 28.04.2026
„Aller Rechte beraubt“ ist klar geschrieben, gut recherchiert und historisch fundiert. Hannes Hofbauer versucht optimistisch zu enden, dass Sanktionen oft ihr Ziel nicht erreichen. „Beim großen Wirtschaftskrieg gegen Russland ist dies offensichtlich geworden. Die Personensanktionen der Europäischen Union erweisen sich auf den ersten Blick als erfolgreicher. Aber sie sind Ausdruck eines bereits tief in der Krise steckenden Systems, das sich mit Verboten und Zwangsmaßnahmen über die Runden retten will. Die Praxis kennt – wie bei den ökonomischen Sanktionen – Umgehungsmöglichkeiten. Menschliche Kreativität obsiegt letztlich immer über bürokratisch-herrschaftliche Apparate, umso mehr, als sich diese, wie im Fall der Europäischen Union mit ihrer Dämonisierung Russlands, selbst in Gefahr bringen.“
https://digital.bsw-vg.de/klare-linie-1/buecher-und-podcasts
digital.bsw-vg.de, April 2026
In dem außerordentlich instruktiven und interessanten Buch von Hannes Hofbauer lernt man eine Fülle ganz ähnlicher Fälle wie den von Jacques Baud kennen. Einer ist bestürzender als der andere. Zudem liefert das Buch einen Abriss über die Geschichte der politischen Entrechtung seit der Antike. Auch die Genese des Euromajdan wird ausführlich und detailreich beschrieben. Für jeden Freigeist und Kämpfer für die Menschenrechte ist dieses Buch ein Muss. Wie gesagt, es ist spannend, liest sich „süffig“, ist aber gleichzeitig auch verstörend und beängstigend.
Bernhard Heinzlmaier, bernhardheinzlmaier.at, 17.04.2026
Mit seinem Buch „Aller Rechte beraubt. Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat“ legt der Wiener Wirtschaftshistoriker Hannes Hofbauer eine Analyse vor, die sich frontal gegen das Selbstbild der Europäischen Union als angeblicher Hüterin von Demokratie und Rechtsstaat richtet. Seine Kernaussage: Die EU hat in den vergangenen Jahren ein Sanktionssystem aufgebaut, das immer stärker außergerichtlich funktioniert und damit zentrale Prinzipien der Gewaltenteilung untergräbt.
Guido Bergler, Unsere Zeit, 10.04.2026
Mit dem neuen Buch bezieht Hofbauer Position gegen die seit einigen Jahren in der Europäischen Union praktizierte „Sanktionspolitik“. Er zeigt auf, dass es EU-Sanktionslisten gibt; und er belegt dies mit Quellenmaterialien gegen sieben Europäer.
Jos Schnurrer, socialnet.de, 10.04.2026
Im Kampf gegen autoritäre Akteure, die „unsere Interessen, Werte und demokratische Lebensweise“ infrage stellen, werden grundlegende demokratische Prinzipien missachtet. Das erinnert an George Orwells Roman Farm der Tiere. Nach dem Umsturz wurde es zur größten Angst der Tiere, dass Farmer Jones zurückkommen könnte. Sie akzeptieren deswegen eine Einschränkung ihrer erkämpften Rechte nach der anderen. Am Ende beobachten sie durchs Fenster wie ihre Anführer, die Schweine, mit den benachbarten Farmern feiern: „Die Tiere draußen blickten von den Schweinen zu den Menschen, von den Menschen zu den Schweinen und von den Schweinen wieder zu den Menschen; doch war es bereits unmöglich sie voneinander zu unterscheiden.“ Noch ist es nicht ganz soweit. Sich zu informieren, ist der erste Schritt, um gegenzusteuern. Dafür sei Hannes Hofbauers Buch wärmstens empfohlen.
https://dreimallinks.de/2026/04/aller-rechte-beraubt/#more-2707
Ulrike Simon, dreimallinks.de, 06.04.2026
Es lohnt sich, sein Buch zu lesen. Sehr genau zeichnet er historische und politische Zusammenhänge auf. Er verfällt nie in Schwarz-weiss-Schemata, sondern bleibt sehr differenziert. Er schildert zum Beispiel die Vorgänge aus der Ukraine im Zusammenhang mit dem Maidan sehr genau aus eigener Anschauung und Recherche. Selbst wenn man schon viel darüber gelesen und gehört hat, gewinnt man durch die Lektüre seiner Ausführungen ein noch genaueres und zum Teil verblüffendes Bild der Abläufe und Zusammenhänge. Und nicht zuletzt stärkt es, in ihm einen Menschen zu hören, der sich von der scheinbaren Allmacht der derzeit Herrschenden nicht beirren lässt, sondern den Weg der Forschung, der Menschlichkeit, der Freiheit und des Rechts mutig weiterverfolgt.
https://www.schweizer-standpunkt.ch/news-detailansicht-de-gesellchaft/aller-rechte-beraubt.html
Marita Brune-Koch, Schweizer Standpunkt, 27.03.2026
Wir hören in Endlosschleife, dass die Putins und Trumps dieser Welt, die Xi’s und Orbáns unsere schöne »regelbasierte Ordnung« untergraben, unsere freiheitlichen Gesellschaften, Rechtsstaat und Demokratie bedrohen. Ist dem so? Der Wiener Historiker und Publizist Hannes Hofbauer zerfetzt die Illusion, geht jenen schleichenden Prozessen auf den Grund, die die Vermutung gesicherter rechtsstaatlicher Zustände in Europa ad absurdum führen. Schon 2022 prophezeite er, dass die Welt nicht mehr dieselbe sein werde. Und vor zwei Jahren hat er in einem profunden Werk zu den westlichen Wirtschaftssanktionen gegen Russland die Fragwürdigkeit dieser Waffe herausgestellt, deren Zweckmäßigkeit bezweifelt und deren verschiedene Motivationen sowie kaum hinterfragte Mechanismen untersucht. Seit dem vergangenen Jahr, so Hofbauer, sind auch Bürger und Bürgerinnen der EU-Staaten und der Schweiz von den Sanktionen betroffen und »all ihrer Rechte beraubt.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198374.leipziger-buchmesse-rechtsstaatlich-vogelfrei.html
Stefan Bollinger, Neues Deutschland, 17.03.2026
Der Wiener Autor und Verleger Hannes Hofbauer, der schon die westliche Sanktionspolitik in seinem Buch Im Wirtschaftskrieg tiefgehend seziert hat, hat sich nun eine andere Ebene dieser Politik angenommen: Sanktionen gegen Organisationen, aber vor allem Personen. Was 2014 mit ukrainischen Politikern begann, später auf russische Politiker und Oligarchen ausgeweitet wurde, trifft nun deutsche Journalisten und Schweizer Wissenschaftler. Die Liste wird immer länger, wer darauf landet, folgt keinem klaren Muster. Nur der Vorwurf ist immer gleich: „Informationsmanipulation“ und Untergrabung der Ukraine und/oder der EU sowie eine Zuarbeit für Moskau.
https://tkp.at/2026/03/14/aller-rechte-beraubt/
Thomas Oysmüller, tkp.at, 16.03.2026
Hofbauer weist darauf hin, dass nicht nur die hier geübte Praxis erschreckend ist, sondern die schwache öffentliche Reaktion. Immerhin gibt es seit Anfang d.J. einen Aufruf, der online unter www.free-baud.org unterstützt werden kann, mit aktuell weit über 20.000 Unterschriften. In seinem Fazit der geschilderten
Fälle bezeichnet Hofbauer die Sanktionen als „selektives Kriegsrecht“. Dieses ist zweifellos eine gute Umschreibung des seit nunmehr über mehr als 10 Jahren erfolgenden Sanktionsregimes der EU.
Karl-Heinz Peil, Friedensjournal, 02.03.2026
Hannes Hofbauer zu lesen, heißt: Ich bekomme das ganze Bild. Der anti-russische Furor in der Ukraine spätestens ab 2014, zu dem neben dem Gewerkschaftshaus in Odessa Kontokündigungen, Zensur, Canceln und Löschungen sowie eine Selbstmordserie von prorusssischen Politikern und Journalisten gehören. Die Kopie dieses Vorgehens in Brüssel, tastend zunächst, von Politikern und Strategen langsam ausgeweitet auf Oligarchen, Journalisten und nun auch Wissenschaftler, immer getragen vom „Wunsch nach einem Regimewechsel in Russland“ (Seite 84). Moskaus Gegenmaßnahmen. Die USA. Neokoloniale Züge. Die Naivität von Menschen, die sich für links halten und glauben, dass es mit den Oligarchen nun endlich den Superreichen an den Kragen gehe und damit einem Wirtschaftssystem, von dem sie selbst profitieren, das sie aber doch zu bekämpfen glauben. Und, sicher am wichtigsten, die Ursache für die Anleihen beim Kriegsrecht: Vor einem normalen Gericht hätten die Sanktionen keinen Bestand.
https://www.freie-medienakademie.de/medien-plus/burgerlicher-tod
Michael Meyen, Freie Medienakademie, 02.03.2026
Es wäre wünschenswert, dass Hofbauers aufrüttelndes Buch den Widerstand gegen die demokratiefeindlichen Sanktionslisten stärkt. Dabei geht es nicht darum, dass man mit den Positionen der Geächteten übereinstimmt. Man kann sie sogar politisch für völlig falsch halten und kritisieren. Es geht nur darum, dass niemand wegen seiner Positionen ohne Anklage sanktioniert wird.
https://www.sozonline.de/2026/03/geaechtet-und-gebannt/
Peter Nowak, Sozialistische Zeitung, 01.03.2026
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