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ISBN: 978-3-85371-543-7. Kategorie: Politik und Ökonomie.Lawrence, Patrick: Journalisten und ihre Schatten.
Zwischen Medienkonzernen und unabhängiger Berichterstattung
Promedia 2025. 208 S. 14,8 x 21. brosch.
Print: € 22,00. ISBN: 978-3-85371-543-7.
E-Book: € 17,99. ISBN: 978-3-85371-928-2.
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Eva-Maria Föllmer-Müller
Patrick Lawrence kann aus dem Fundus einer über 30-jährigen Erfahrung als Kolumnist und Korrespondent schöpfen, in denen er die US-amerikanische Medienlandschaft von innen her wie kaum ein anderer kennenlernte. Er beschreibt, wie die großen Medien Unabhängigkeit, Integrität und Glaubwürdigkeit verloren haben, zeichnet ihren Verfall während der Jahrzehnte des Kalten Krieges nach und berichtet über die (wenigen) Augenblicke ihres Glanzes, der nach 2001 einem rapiden Vertrauensverlust beim lesenden Publikum wich.
Im Kern des Buches beschäftigt sich der Autor mit der Gespaltenheit jedes einzelnen Journalisten, der gleichzeitig von der Notwendigkeit getrieben ist, ideologisch konforme Standards zu erfüllen und sich unterschwellig bemüht, den wahren Begebenheiten, die in der Arbeit verschleiert werden müssen, gerecht zu werden. Letzteres nennt Lawrence – nach Carl Gustav Jung – den Schatten des Journalisten.
In den vergangenen Jahren eröffneten digitale Medien neue Möglichkeiten, unabhängig von den Einflüssen großer Konzerne zu recherchieren und zu publizieren. Als dynamischster Sektor des Berufsstandes stellen sie ein Versprechen für eine bessere Zukunft dar, in die Lawrence große Hoffnung setzt.
„Patrick Lawrence hat ein hervorragendes und wortgewandtes Buch über Journalismus verfasst. Es ist wütend und anregend und weise, und es gibt uns Hoffnung.“ (John Pilger zur amerikanischen Ausgabe)
Der Autor
Patrick Lawrence, geboren 1950 in New Rochelle/New York, arbeitete über Jahrzehnte als Auslandskorrespondent u.a. für International Herald Tribune, Far Eastern Economic Review und The New Yorker. Als Kolumnist war er für Time, The New York Times und zuletzt für The Nation tätig. Heute schreibt er für verschiedene unabhängige Medien in den USA und in Europa.
22,00 € / 17,99 €
Lawrence, Patrick: Journalisten und ihre Schatten.
Zwischen Medienkonzernen und unabhängiger Berichterstattung
Promedia 2025. 208 S. 14,8 x 21. brosch.
Der US-Journalist Patrick Lawrence dokumentiert an seinem Werdegang durch Höhen und Tiefen seiner Karriere, wie sehr Machtfragen und Voreinstellungen Journalisten und Journalistinnen mitprägen. In seinem Buch „Journalisten und ihre Schatten“, wird erkennbar, wie die Kluft aussieht zwischen dem, was Journalisten vorgeben zu sein und zu tun, und dem, wie sie wirklich sind und tatsächlich denken.
Norbert Copray, Publik-Forum, November 2025
Der Autor „kommt zum Schluss, dass es in Anbetracht der wachsenden Fülle an medialen Widersporstigkeiten gegen den um sich schlagenden Machtapparat für diesen zwar möglich ist, immer wieder dreinzuschlagen, aber gewinnen kann er diesen Krieg gegen jene, die sich gesunden Menschenverstand bewahrt haben, nicht. „Es ist an uns, eine Antwort zu geben.“
Eduard Gugenberger, Pappelblatt, November 2025
Lawrence pflegt einen Schreibstil, der davon zeugt, daß er verstanden werden möchte. Verwoben in seine Geschichte und seine spannenden Erfahrungen entwickelt er Gedankengänge und Konzepte, statt den Leser mit Einzelheiten oder Wortkaskaden zu überschütten. Es geht ihm offensichtlich darum, zum Denken – und zum Handeln – einzuladen. Die hervorragende Übersetzung stellt sicher, daß ein innerer Dialog mit dem Leser entstehen kann.
https://www.solidaritaet.com/neuesol/2025/26/lawrence.htm
Elke Fimmen, Neue Solidarität, 26.06.2025
Doch seit ein paar Jahren schon steht es schlecht um den Journalismus, und zwar weltweit. Das Aufkommen von Fake News, soziale Medien, das Auseinanderdriften der politischen Lager, sinkende Einnahmen und generell die Kultur eines clickbaitigen und traffic-gierigen Online-Geschäfts fahren von allen Seiten Angriffe auf Seriosität und Integrität der berichtenden Zunft. Auch dem Kolumnisten und Korrespondenten Patrick Lawrence, Jahrgang 1950, ist dies aufgefallen, seine Gedanken dazu hat er in „Journalisten und ihre Schatten“ niedergeschrieben. Autorisiert dafür hat ihn seine 30-jährige Medienkarriere, in der er unter anderem für die New York Times, die International Herald Tribune und The New Yorker tätig war.
Judka Strittmatter, Berliner Zeitung, 29.05.2025
Ich möchte „Journalisten und ihre Schatten“ – zwischen Medienkonzernen und unabhängiger Berichterstattung uneingeschränkt für alle meine Leser empfehlen und unbedingt zum Kauf animieren. Es lohnt sich!
https://www.sicht-vom-hochblauen.de/patrick-lawrence-journalisten-und-ihre-schatten/
Evelyn Hecht-Galinski, sicht-vom-blauen.de, 31.03.2025
Das Buch ist eine sehr persönliche Darstellung der Medien, die trotz ihrer Fokussierung auf die USA wesentliche Perspektiven zum Verständnis der Entwicklung des Journalismus in Europa bietet. Das Buch ist flott und spannend geschrieben und wie in den USA üblich voll mit persönlichen Anekdoten und Details über das Pressewesen. Es zeigt, in welchem Spannungsverhältnis sich Journalisten im Mainstream bewegen: zwischen ökonomischem Zwang und eigener Überzeugung, die zusehends »abgelegt« wird. Bewusste Auslassungen und Selbstzensur, um den dargestellten Fakten einen bestimmten politischen Dreh zu geben, sind der Normalfall. Denn die meisten Autoren schreiben nicht mehr für die Leser, sondern das, was die auf Linie gebrachten Redaktionen erwarten, urteilt Lawrence nüchtern.
https://www.jungewelt.de/artikel/497096.niedergang-der-presse-verschwundene-freir%C3%A4ume.html
Dieter Reinisch, Junge Welt, 31.03.2025
In diesem Buch heißt der Leitstern Carl Gustav Jung: Wer für die Leitmedien arbeitet, so analysiert das Patrick Lawrence, muss das in sich vergraben, was den Journalismus ausmacht. Keiner der Redakteure kann einfach „sehen und sagen“ (S. 88) – eine feine Definition für das Berufsideal, nah dran an Rudolf Augstein und seinem Slogan „Sagen, was ist“. Konventionen, Moral und Geschmack, Zumutungen der Arbeitgeber und „andere Formen sozialer und beruflicher Einschüchterung“: All das tötet „das authentische, ungeteilte Selbst, das in der Lage ist, mit Gewissheit und ohne Bezugnahme auf die Zwänge der Macht oder der kollektiven Meinung zu urteilen und zu handeln. (S. 22)
https://www.freie-medienakademie.de/medien-plus/medien-macht-verrat
Michael Meyen, www.freie-medienakademie.de, 22.03.2025
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