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ISBN: 978-3-85371-165-1 Kategorie: Kultur und Gesellschaft.ZurMühlen, Hermynia: Unsere Töchter, die Nazinen.
Roman
Promedia 2000. 192 S. 21 x 14,9. brosch.
€ 17,90. ISBN: 978-3-85371-165-1
Politischer Hintergrund des Romans ist die Machtübernahme der Nazis Anfang 1933, Ort der Handlung eine deutsche Kleinstadt am Bodensee in der Nähe von Meersburg. Drei junge Frauen von verschiedener Klassenzugehörigkeit sind die eigentlichen Handlungsträgerinnen. Der Roman schildert Reaktionen auf die Machtübernahme der Nazis. Um ein multidimensionales Bild der damaligen Verhältnisse in Deutschland zu bieten, bediente sich die Autorin dreier Ich-Erzählerinnen, der Mütter der Protagonistinnen (die Arbeiterin Kati Gruber, die Arztfrau Martha Feldhüter und die Adelige Agnes Saldern). Dabei steht Hermynia Zur Mühlen deutlich auf Seiten der Aristokratin bzw. der Arbeiterin, wohingegen die Vertreterin der Mittelschicht als egoistisch und materialistisch abgestempelt wird.
Die Autorin
Hermynia Zur Mühlen, geboren 1883, entstammte der hochadeligen Familie Folliot Crenneville de Poutet, die seit Generationen im Dienste der Habsburger stand. 1907 heiratete sie den baltischen Junker Viktor Zur Mühlen. Im Baltikum lernte sie das grausame russische System der Leibeigenschaft kennen. Die Ausrufung der Revolution in Rußland ließ sie an eine bessere Zukunft glauben: In Berlin wurde die "rote Gräfin" in den 20er Jahren schnell zu einer der bekanntesten Kolumnistinnen in der linken Presse und machte sich auch als Übersetzerin (z.B. von Upton Sinclair) einen Namen. 1951 starb Hermynia Zur Mühlen völlig verarmt und weitgehend vergessen in Hertfordshire/Großbritannien, wohin sie in Etappen vor dem Nationalsozialismus geflohen war.
17,90 €
ZurMühlen, Hermynia: Unsere Töchter, die Nazinen.
Roman
Promedia 2000. 192 S. 21 x 14,9. brosch.
vergriffen
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