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ISBN: 978-3-85371-183-5 Kategorie: Wissenschaft.Wissenschaft fährt "Taxi Orange".
Befunde zur österreichischen Reality-TV-Show
Promedia 2001. 240 S. 21 x 15. brosch.
€ 22,00. ISBN: 978-3-85371-183-5
Kreischende Fans im Kindesalter, Zuschauer von jung bis alt, gedrängte visits auf der web-site und 13 Stars - das sind die Folgeerscheinungen der Reality-TV-Show "Taxi Orange" des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders ORF. Gemeinsam mit Kultur- und SozialwissenschaftlerInnen wirft Eva Flicker einen Blick hinter die Kulissen der virtuellen Reality-Welt. Die Wirklichkeitskonstruktion der Reality-Show scheint alles im Fernsehen bisher Gesendete an Realitätsgehalt zu überbieten. Bedürfnisse nach Authentizität und Echtheit treten in der individualisierten Gesellschaft besonders hervor. Angebote zur Identifikation werden bereitwillig angenommen und verlocken mit Orientierungshilfen in einer immer komplexer werdenden Welt. Die Authentizität der TV-KandidatInnen erzeugt Wirklichkeitsnähe zur bekannten familiären Lebenswelt. Darin werden die FernsehkandidatInnen zu Idolen, wie Stars umjubelt und verehrt. In der "totalen Öffentlichkeit" des "Echtmenschenfernsehens" werden einfache Dichotomien transportiert: Arbeiter versus Intellektuelle, Muskelkraft versus Wissen, Gefühl versus Intellekt, Männlichkeit versus Weiblichkeit. Reality-Shows greifen in Raum und Zeit der gesellschaftlichen Umwelt ein. Mit "Taxi Orange" wird ein Umbruch in der österreichischen Medienlandschaft eingeleitet. Das Fernsehen bedient sich des neuen Mediums Internet. Die gleichzeitige Nutzung mehrerer Medienkanäle ermöglicht eine neue, enge Publikumsbindung. Am Schauplatz Wien sind mit der Sendeleiste "Taxi Orange" Stadtinszenierungen und städtische Erlebniskultur in die Reality-Show integriert. Im vorliegenden Band analysieren, reflektieren und kritisieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen die erste und zweite Staffel des Multimedienereignisses "Taxi Orange". Die Beiträge des Buches stellen das Medienphänomen in seinen sozialen Kontext und erstellen damit auch Befunde zur aktuellen gesellschaftlichen Situation. Auch Themen wie das Recht auf Privatsphäre und Menschenwürde in Reality-Shows werden im Band diskutiert.
Die Autorin
Eva Flicker, Jahrgang 1963, ist Universitätsassistentin an der Universität Wien, wo sie als Soziologin arbeitet. Forschungsschwerpunkte: Film- und Mediensoziologie, Soziologie der Geschlechterverhältnisse, Soziologie der Sexualität.
22,00 €
Wissenschaft fährt „Taxi Orange“.
Befunde zur österreichischen Reality-TV-Show
Promedia 2001. 240 S. 21 x 15. brosch.
vergriffen
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