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ISBN: 978-3-85371-551-2. Kategorie: Kultur und Gesellschaft.Wilde, Oscar: Der Sozialismus und die Seele des Menschen.
Ein Essay
Promedia 2025. 80 S. 12 x 20. geb.
Print: € 15,00. ISBN: 978-3-85371-551-2.
E-Book: € 9,99. ISBN: 978-3-85371-933-6.
Mit einer Einleitung von Alfred Pfabigan.
Der weltberühmte Schriftsteller Oscar Wilde (1854–1900) galt als dekadenter Gesellschaftslöwe mit Sehnsucht nach aristokratischer Gesellschaft. Wie fügt sich da eine Schrift zum Sozialismus ein, die ins Deutsche von Gustav Landauer, Anarchist und Mitglied der bayerischen Räteregierung, sowie seiner Gattin Hedwig Lachmann übersetzt wurde?
Wilde entwirft in diesem Essay, der 1891 erschien, eine soziale Utopie, die auf einer radikalen Neudefinition von Individualismus und Sozialismus beruht. Sozialismus sollte nicht nur als politische oder ökonomische Bewegung verstanden werden, sondern als Voraussetzung für die vollständige Entfaltung der Persönlichkeit jedes Menschen. Wie der Wilde-Kenner Alfred Pfabigan in seiner Einleitung hervorhebt, kann als Subtext des Essays auch der Wunsch nach einem Ende der sexuellen Diskriminierung des später verfolgten Homosexuellen gelesen werden.
Wahre Freiheit kann nur in einer Gesellschaftsform entstehen, die von den Zwängen des Privateigentums und der Konkurrenz befreit ist. Wilde sieht die Rolle des Sozialismus darin, jedem Menschen materielle Sicherheit zu garantieren und ihn so von belastenden Verpflichtungen zu befreien.
Der vorliegende Essay nimmt eine Sonderstellung in der linken Literatur ein. Wilde gibt darin sein prinzipiell ästhetisch orientiertes Lebenskonzept nicht im Namen des Sozialismus auf, sondern passt das Konzept des Sozialismus seiner eigenen Idee der Emanzipation an.
Karl Kraus würdigte diese Schrift 1904 in der Fackel als „das Tiefste, Adeligste und Schönste, das der vom Philistersinn gemordete Genius geschaffen“ habe.
Die Autoren
Oscar Wilde, geboren 1854 in Dublin, war Schriftsteller und Dramatiker. Wegen seiner Homosexualität wurde er 1895 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung lebte er verarmt in Paris, wo er 1900 starb.
Alfred Pfabigan, geboren 1947 in Wien, unterrichtete Philosophie u. a. in Wien. Über Oscar Wilde und seine verhängnisvolle Beziehung zu Lord Alfred Douglas veröffentlichte er 2025 im Promedia Verlag das Buch „Jeder mordet, was er liebt“.
15,00 € / 9,99 €
Wilde, Oscar: Der Sozialismus und die Seele des Menschen.
Ein Essay
Promedia 2025. 80 S. 12 x 20. geb.
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