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ISBN: 978-3-85371-560-4 Kategorie: Frauenreisen.Kollonitz, Paula: Mit dem Kaiser zum Popocatépetl.
Die Reise nach Mexiko im Jahr 1864
Promedia 2026. 208 S. 12 x 20. geb.
€ 27,00. ISBN: 978-3-85371-560-4
Im April 1864 begibt sich Gräfin Paula Kollonitz in Triest an Bord der österreichischen Fregatte Novara. Das Ziel der Reise ist Mexiko, wo der habsburgische Erzherzog Maximilian zum Kaiser gekrönt werden soll. Kollonitz begleitet seine Gemahlin Charlotte als Hofdame.
Bei ihrer ersten Landung in Rom bittet das designierte Kaiserpaar um den päpstlichen Segen für das „Abenteuer Mexiko“. Es folgen Stationen in Gibraltar, Madeira, Martinique und Jamaika.
Nach der Ankunft im mexikanischen Veracruz am 28. Mai 1864 begleitet Gräfin Kollonitz das Kaiserpaar weiter auf der beschwerlichen Landreise in die Hauptstadt. Auf dem Weg ins Hochland begegnet sie erstmals den eindrucksvollen Überresten aztekischer Architektur. Die Route führt vorbei an mächtigen Gebirgsketten und Vulkanen wie Citlaltépetl und Popocatépetl, deren schneebedeckte Gipfel weit in den Himmel ragen, bis sich die Hauptstadt in überwältigender Schönheit zeigt.
Paula Kollonitz bietet faszinierende Einblicke in das häusliche Leben. Besonderes Interesse zeigt sie für die indigene Bevölkerung, sie zeichnet hier das Bild von idealisierten, zugleich kindlichen „Edlen Wilden“.
Aufgrund der Ereignisse rund um Kaiser Maximilian, die am 19. Juni 1867 in dessen standrechtlicher Erschießung mündeten, stellt das im selben Jahr erschienene Buch ein bedeutsames Zeitdokument dar, handelt es sich doch um einen Augenzeugenbericht aus der Frühphase des sogenannten „Zweiten Mexikanischen Kaiserreichs“, noch dazu aus dem Blickwinkel einer Frau.
Die Autorin
Gräfin Paula Kollonitz wurde 1830 in Groß-Schützen, dem heutigen Vel’ké Leváre in der Slowakei, in eine alte Adelsfamilie geboren. Ab 1864 lebte sie in einem Damenstift im Stadtzentrum von Wien. 1873 heiratete sie den Belgier Félix Eloin, den sie in Mexiko kennengelernt hatte. Das Paar trennte sich bald. Am 24. Mai 1890 starb sie in ihrer „Villa Kollonitz“ in Gmunden.
Die Herausgeberin
Gabriele Habinger, geboren 1961 in St. Pölten, ist Lektorin am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien und Herausgeberin der Edition Frauenfahrten im Wiener Promedia Verlag. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte von Reisen und Tourismus und zu reisenden Frauen, zuletzt die Reisebriefe von Ida Pfeiffer mit dem Titel „Wir leben nach Matrosenweise. Briefe einer Weltreisenden des 19. Jahrhunderts“.
27,00 €
Kollonitz, Paula: Mit dem Kaiser zum Popocatépetl.
Die Reise nach Mexiko im Jahr 1864
Promedia 2026. 208 S. 12 x 20. geb.
Nur knapp 35 Jahre währte das Leben von Erzherzog Maximilian, der 1864 von den Franzosen als Kaiser von Mexiko inthronisiert wurde. Napoleon III. hatte den Bruder von Kaiser Franz Joseph ausgewählt, um ein französisches Einflussgebiet in Amerika zu schaffen, das als Bollwerk gegen den wachsenden Einfluss der USA geplant war. Zudem sollten wirtschaftliche Interessen gesichert und eine Monarchie mit europäischen Wurzeln als Verbündeter in der Region installiert werden. Frankreich hatte Teile Mexikos besetzt, da das lateinamerikanische Land unter dem liberalen Präsident Benito Juárez seine Auslandsschulden nicht mehr bezahlte. Das Abenteuer endete letztlich tragisch. 1867 wurde Maximilian von den Juárez-Truppen nahe Santiago de Querétaro erschossen.
Im selben Jahr erschien erstmals das Buch „Eine Reise nach Mexico im Jahre 1864“ von Gräfin Paula Kollonitz. Es handelt sich um einen Augenzeugenbericht, der die Anreise Maximilians und seiner Frau Charlotte zur Kaiserkrönung nach Mexiko und seine ersten Monate in Übersee beschreibt. Als Hofdame schildert Kollonitz die Überfahrt auf der Fregatte Novara, Eindrücke von Land und Leuten sowie des höfischen Lebens. Das Buch gibt einen spannenden Einblick, wie die gehobene Aristokratie im 19. Jahrhundert an Bord eines Dampfschiffs über den Atlantik nach Übersee reiste.
Edgar Schütz, APA-Presseagentur, 07.04.2026
Neben den eigenen Eindrücken gibt Kollonitz auch viel Hintergrundwissen zu Fauna, Flora, Geschichte usw. preis. Die Beschwerlichkeiten der Reise schildert sie ungeschminkt – insgesamt aber wertet sie ihre Reise als «die schönste Erinnerung ihres Lebens».
Augustin, Mai 2026
Das Buch ist eine sehr interessante Lektüre, da sie sowohl die Landeskunde als auch die politischen Ereignisse rund um Maximilians Kaiserzeit behandelt. Zahlreiche zeitgenössische Abbildungen bereichern das Buch. Obwohl ihr Dienstherr vor dem Erschießungskommando endete, schrieb Gräfin Kollonitz, dass die „Reise die schönste Erinnerung meines Lebens (bleibt)…Die Welt ist doch schön! Wer es kann, der gehe und bewundere sie.“ Dem ist dann nichts mehr hinzuzufügen. (Bd. 21/2 (2026), Nr. 80)
Mario Koch, Amerindian Research, Mai 2026
„Die Welt ist doch schön! Wer kann, der gehe und bewundere sie!“ Mit diesem begeisterten Ausruf beschließt die Gräfin Paula Kollonitz 1864 ihren kenntnisreich und lebendig geschriebenen Bericht über ihre Reise nach Mexiko. (…) Paula Kollonitz erzählt leicht und charmant, beobachtet genau und vermittelt ein anschauliches Bild vom damaligen Mexiko – eine anregende und angenehme Lektüre!
Ruth Asseyer, kultur-port.de, 13.04.2026
Der Titel ist zügig gewählt, der Inhalt spannend. Der Kaiser war der Habsburger-Erzherzog Ferdinand Maximilian („Max“). Der zwei Jahre jüngere Bruder Kaiser Franz Josephs lebte von 1832 bis 1867. Tragischerweise willigte er 1864 ein, die Krone Mexikos anzunehmen. Sein Bruder zwang ihn, auf die Thronrechte in Österreich zu verzichten und gab ihm kaum Unterstützung. Liberal gesinnt, wollte Max in Mexiko Humanität und Recht Geltung verschaffen. Doch wurde er nach drei Jahren gefangen genommen und erschossen.
Austria Forum, 14.03.2026
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