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ISBN: 978-3-85371-557-4. Kategorie: Österreich.Riegler, Thomas: Spionagestadt Wien.
Ein historischer Reiseführer
Promedia 2026. 240 S. 14,8 x 21. brosch.
Print: € 25,00. ISBN: 978-3-85371-557-4.
E-Book: € 19,99. ISBN: 978-3-85371-939-8.
Seit den Tagen der Donaumonarchie ist Wien eine der wichtigsten internationalen Drehscheiben für Spionage. An zahllosen Schauplätzen der Stadt ereigneten sich über Jahrzehnte hinweg geheimdienstliche Aktivitäten. In Thomas Rieglers Buch „Spionagestadt Wien“ werden sie zum ersten Mal in Form eines historischen Reiseführers aufbereitet.
Es geht um Wiener Hotels und Kaffeehäuser, in denen Spionagegeschichte geschrieben wurde. Im Vordergrund stehen die vielen großen und kleinen Episoden, die den Ruf der Donaumetropole als Stadt der Spione begründen: vom Verrat des „Jahrhundertspions“ Alfred Redl über den Schattenkrieg der Geheimdienste aus Ost und West in den späten 1940er-Jahren bis hin zur aktuell viel diskutierten Rolle Wiens als Operationsfeld für russische Nachrichtendienste.
Riegler berichtet auch darüber, wie die CIA im Verbund mit dem Gewerkschaftsführer Franz Olah den Guerillakrieg gegen die Rote Armee im Nachkriegsösterreich vorbereitete, wo die Briten Spionagetunnel in Wien anlegten und wie Hans Maršálek in einem Haus am Deutschmeisterplatz die Wiener Staatspolizei mit aufbaute. Sein Enkel, Jan Maršálek, ehemaliges Vorstandsmitglied von Wirecard, gilt als Schlüsselfigur eines aktuellen Spionageskandals.
Von der Zeit des Zaren bis zu Wladimir Putin wird das Wirken der russischen und sowjetischen Geheimdienste in Wien ebenso dokumentiert wie jenes der US-Amerikaner – von der „NSA-Villa“ bis zur „Hütte“ am heutigen IZD-Tower.
Die Publikation ist eine nüchterne und quellenfundierte Bestandsaufnahme der Geschichte der Spionage in Wien. Sie beantwortet zentrale Fragen, wie viele Agenten tatsächlich in der Stadt aktiv und wer die Hauptakteure sind – und wo die „Hotspots“ liegen.
Der Autor
Thomas Riegler, Jahrgang 1977, studierte Geschichte und Politikwissenschaften an den Universitäten Wien und Edinburgh. Seit 2016 Affiliate Researcher am Austrian Center for Intelligence, Propaganda and Security Studies (ACIPSS). Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem: „Der Wiener Spionagezirkel. Kim Philby, österreichische Emigranten und der sowjetische Geheimdienst“ (Wien 2024) sowie „Österreichs geheime Dienste. Eine neue Geschichte“ (Wien 2022).
25,00 € / 19,99 €
Riegler, Thomas: Spionagestadt Wien.
Ein historischer Reiseführer
Promedia 2026. 240 S. 14,8 x 21. brosch.
Riegler schreibt über das Nachkriegs-Wien als Schauplatz vieler geheimer Zusammenkünfte, nennt die Wiener Hotels, Cafés und Gaststätten in denen es zur Sache ging und hat auch einige Fallgeschichten parat, die ganz konkreten Einblick gewähren, wie Spionage funktioniert – oder eben auch nicht. Abschließend teilt Riegler im Ausblick seine Einschätzung, wie die Sachlage heutzutage ist. Auch hier kommt die Neutralität ins Spiel.
Judith Leopold, Oe24, 20.06.2026
Rieglers Rundgang ist gefüllt mit Lokalkolorit, das sich ins Gesamtbild der Spionagestadt fügt. Schachspielende Agenten, die in verrauchten Cafés auf Informanten warten (etwa im ehemaligen Graben-Café oder im Schwarzen Kameel); Nazi-jagende Juden und erpressbare Ex-Nazis, die beiden Seiten im Ost-West-Konflikt Informationen lieferten, bitterarme Personen, die in der schwierigen Nachkriegszeit für etwas Geld jegliche Information ausspucken …
Fabian Sommavilla, Der Standard, 18.05.2026
Im neuen Buch „Spionagestadt Wien“ des Zeitgeschichtlers Thomas Riegler sind mehr als 100 Wiener Adressen mit Spionagebezug dokumentiert. Im Vordergrund stehen die Spionagegeschichten, die den Ruf Wiens als „Stadt der Spione“ begründen: Vom Verrat des Offiziers Alfred Redl über den Schattenkrieg der Geheimdienste aus Ost und West Ende der 1940er-Jahre bis hin zur derzeit viel diskutierten Rolle Wiens als Operationsfeld für russische Spionageaktivitäten.
Öffentliche Sicherheit, Mai 2026
Was haben Wien, Brüssel, Dubai und Istanbul gemein? Sie zählen zu den Städten, in denen Nachrichten- und Geheimdienste besonders aktiv sind. Warum Wien in diese Liste fällt und wie Österreich damit umgeht, untersucht der Historiker Thomas Riegler in seinem Buch „Spionagestadt Wien“. Darin stützt er sich auch auf Akten, die bisher unter Verschluss gehalten wirden und erst seit kurzem im Staatsarchiv eingesehen werden können.
Daniel Bischof, Die Presse, 01.04.2026
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