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ISBN: 978-3-85371-529-1. Kategorie: Österreich.Hafez, Farid: Wie ich zum Staatsfeind erklärt wurde.
Die Operation Luxor und der Kreuzzug gegen den "politischen Islam"
Promedia 2024. 192 S. 14,8 x 21. brosch.
Print: € 22,00. ISBN: 978-3-85371-529-1.
E-Book: € 17,99. ISBN: 978-3-85371-916-9.
Mit der Kanzlerschaft des liberal-konservativen Sebastian Kurz (2017–2021) verschärfte sich in Österreich der Feldzug gegen den sogenannten politischen Islam, der in der Etablierung einer eigenen Dokumentationsstelle gipfelte.
Moscheeschließungen und Kopftuchverbote bereiteten den Boden für eine der größten Polizeioperationen der Zweiten Republik, die „Operation Luxor“. Sie wurde von Innenminister Karl Nehammer als “entscheidender Schlag gegen den politischen Islam” vermarktet. Unmittelbar nach den Anschlägen in Wien am 2. November 2020 rückten 930 Beamte aus, um gegen Dutzende angebliche islamistische Terroristen vorzugehen. Ihr Leben wurde auf den Kopf gestellt wurden. Farid Hafez war eine der prominentesten Personen, die als Beschuldigte in diesem Terrorverfahren geführt wurden.
Letztlich ergab sich kein Zusammenhang mit den Terroranschlägen. Die Operation führte zu keiner einzigen Anklage, auch kam keiner der Verdächtigen in Untersuchungshaft. Allerdings wurde zahlreichen Menschen die wirtschaftliche Lebensgrundlage entzogen und eine gesamte Religionsgruppe eingeschüchtert. Farid Hafez weiß aus eigenem Erleben und dem seiner Familie, wie zerstörerisch sich der Kampf gegen den politischen Islam auswirken kann.
Der vorliegende Text erzählt die Geschichte, wie es dazu kam und warum kaum Widerstand gegen diese rassistische Politik in Österreich zu bemerken war. Er behandelt die Operation Luxor auch in Verbindung mit dem "Projekt Ballhausplatz", der FPÖ und dem neuen Stil von Sebastian Kurz. Er geht auf die Rolle von ausländischen Akteuren ein und untersucht das Verhalten von Justiz und den "Islam-Experten".
Als öffentlicher Kritiker der österreichischen Islampolitik gibt Farid Hafez seine Eindrücke in einer Mischung aus Analyse und Erfahrungsbericht wieder und wirft dabei grundsätzliche Fragen über die Auswirkungen der von rechten und liberal-konservativen Kräften betriebenen Islamfeindlichkeit auf.
Der Autor
Farid Hafez, geboren 1981 in Ried im Innkreis (Oberösterreich), Studium der Politikwissenschaft in Wien und Salzburg. Er beschäftigt sich mit antimuslimischem Rassismus, Rechtspopulismus und Entkolonialisierung. Nach der „Operation Luxor“ wanderte er in die USA aus, wo er seit 2021 eine Professur für Internationale Studien am Williams College in Massachusetts innehat.
22,00 € / 17,99 €
Hafez, Farid: Wie ich zum Staatsfeind erklärt wurde.
Die Operation Luxor und der Kreuzzug gegen den „politischen Islam“
Promedia 2024. 192 S. 14,8 x 21. brosch.
Das Buch prangert eindrucksvoll die Islamophobie in Österreich und die einschneidenden Folgen für viele muslimische Familien an. Spannend und gut lesbar kann Hafez zeigen, wie ein Wissenschaftler von den Behörden auch wegen seiner Forschungen als »Terrorist« gebrandmarkt wird.
https://www.jungewelt.de/artikel/478473.repression-hiphop-und-malcolm-x.html
Dieter Reinisch, Junge Welt, 01.07.2024
Farid Hafez stellt mit seiner Autobiografie zusammen, wie in der österreichischen Politik die verqueren, populistischen und rechtsradikalen Entwicklungen entstanden und zu rassistischen Aktivitäten geworden sind. Allzu leicht und gesteuert gerät Unpolitik in Vergessenheit.
https://www.socialnet.de/rezensionen/32133.php
Jos Schnurer, socialnet.de, 04.06.2024
Farid Hafez stammt aus Oberösterreich. Mittlerweile ist er in die USA ausgewandert und unterrichtet an einem College in Massachusetts. In seinen politikwissenschaftlichen Studien prangert er die Islamophobie des Westens an. Sein Buch zeichnet nach, was für dramatische Folgen es für einen Wissenschaftler und Aktivisten hat, wenn man von einem Tag auf den anderen als Terrorist verdächtigt wird.
https://shop.falter.at/detail/9783853715291/wie-ich-zum-staatsfeind-erklaert-wurde
Raimund Löw, Falter, 04.05.2024
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